Pressemeldung: 80 Prozent der Höchsterinnen und Höchster leben gerne in ihrem Stadtteil

Ergebnisse der Umfrage zum Image des Stadtteils Höchst liegen vor

80 Prozent der Höchsterinnen und Höchster leben gerne in ihrem Stadtteil. Das ist das Ergebnis der Bürgerumfrage, die Studierende der Provadis-Hochschule von Mitte Juni bis Mitte August 2008 unter mehr als 2.200 Einwohnern und Besuchern des Stadtteils durchgeführt haben. Insgesamt schätzen die Höchster an ihrem Zuhause demzufolge besonders das Heimatgefühl, die Lebensfreude der Menschen, die hervorragende Verkehrsanbindung und die schöne, historische Architektur wie das Höchster Schloss, die Altstadt oder das Mainufer. Aber auch Verbesserungspotenziale für Lebenswert und Image des Stadtteils macht die Umfrage deutlich. Die Idee einer Bürgerumfrage war bei der Provadis-Hochschule entstanden. Die Initiative Pro Höchst griff diese Idee auf und rief die Umfrage daraufhin gemeinsam mit ihren Mitgliedern ins Leben. Auch der Höchster Vereinsring und die Stadt Frankfurt haben die Erhebung maßgeblich unterstützt.

Pfunde zum Wuchern: Sportstätten, bürgernahe Verwaltung und Verkehrsanbindung

Die guten Sportstätten, die Nähe zu Verwaltung und Bürgerservice, das umfangreiche kulturelle Angebot mit Theater und Kino, die Ausbildungsplätze und Schulen vor Ort sowie die gute medizinische Versorgung im Stadtteil sind die Pfunde, mit denen Höchst besonders gut wuchern kann. Dies machte Prof. Dr. Hannes Utikal, Dekan der Provadis Hochschule deutlich, als er die Ergebnisse der Umfrage im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte: „Es sind die ausgeprägten Stärken des Stadtteils, wie sie vor allem von den Menschen wahrgenommen werden, die es besonders gut einschätzen können – den Höchstern selbst, die hier schon seit vielen Jahren leben und denen ihre Heimat wichtig ist.“

Aber auch von den Schwächen ihres Stadtteils haben die Höchster ein klares Bild: „Die mitunter problematischen Aspekte einer heterogenen Bevölkerungsstruktur, ein unsauberes Straßenbild oder einen Mangel an gefühlter Sicherheit auf den Straßen beschränken unseren Ergebnissen zufolge das Wohlbefinden“, so Utikal. Auch die Einkaufsmöglichkeiten und die Wohnsituation ließen nach Ansicht der Höchster und der Besucher Wünsche offen und böten somit Verbesserungspotenzial für die Zukunft. Insbesondere jüngere Menschen unter 18 Jahren, deren Bezug zum Begriff der „Heimat“ möglicherweise weniger ausgeprägt sei, sähen Höchst nur zu etwa 60 Prozent als guten Ort zum Leben.

 

Multikulti: Kein Problem für die Jugendlichen

Die Heterogenität der im Stadtteil ansässigen Bevölkerungsgruppen sei, so Utikal, eine ungleich empfundene Herausforderung. Anders als beim Höchster Image sehen die jüngeren Befragten hier die Situation spürbar positiver: Von den unter 18-jährigen empfinden immerhin 50 Prozent der Höchster die interkulturellen Beziehungen im Stadtteil als gut oder sogar als sehr gut. Auf alle Altergruppen verteilt sehen dies nur 26 Prozent der befragten Höchster ähnlich. Diese Herausforderung anzunehmen werde indessen von mehr als 80 Prozent der Höchster als dringend und wichtig bezeichnet. Wege heraus aus möglichen Verständigungsproblemen sehen die Befragten zum Beispiel in einem Fest der Kulturen oder dem aktiven Öffnen aller Vereine für Mitglieder anderer Nationalitäten.

 

Höchst familiär als Ideal für die Zukunft

Neben dem Image und den Stärken und Schwächen des Stadtteils hinterfragte die Erhebung auch, wie sich Bewohner und Besucher des Stadtteils die weitere Entwicklung wünschen würden. „Bereits die Frage nach drei sogenannten Wünschen für Höchst ergab, dass sich ein großer Teil der Befragten für praktische, funktionelle Werte entscheiden würde“, schildert Utikal. Mehr als 51 Prozent nannten etwa die Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten, 24 Prozent die Verbesserung der Sauberkeit in den Straßen und 17 Prozent die Verbesserung der Infrastruktur als Wünsche für ihren Stadtteil. „Nicht ein Höchst der Künstler und Kulturen soll nach dem Wunsch der Bewohner im Frankfurter Westen entstehen, sondern ein Höchst, in dem es sich sicher, sauber und bequem leben lässt“, folgert Utikal. Das belege auch die Frage nach möglichen Entwicklungslinien für den Stadtteil: beinahe 60 Prozent wünschen sich ein „Höchst familiär“ oder „Höchst praktisch“. Weniger als 40 Prozent könnten sich auch ein „Höchst vital“ für Senioren oder „Höchst multikulturell“ als Marschroute für die Zukunft vorstellen.

 

Umfrageergebnisse bestätigen laufende Projekte

Petra Roth, Oberbürgermeistern der Stadt Frankfurt am Main und Dezernentin für die westlichen Stadtteile, dankte Prof. Dr. Utikal im Rahmen der Pressekonferenz für die Umfrage: „Die Ergebnisse zeigen einige erwartete Baustellen und viele Stärken des Stadtteils. Wir sehen auch, dass viele Projekte in die richtige Richtung gehen, die in den vergangenen Monaten von der Stadt und von den Akteuren hier in Höchst angestoßen wurden. Wir müssen jetzt gemeinsam im Detail sehen, wie den gewünschten Entwicklungslinien, etwa einem ,Höchst familiär´, weiter Rechnung getragen werden kann.“

Auch Klaus-Dieter Kilp, Vorstand der Initiative Pro Höchst, ist mit der Umfrage zufrieden: „Wir haben es uns als Initiative zur Aufgabe gemacht, dabei zu unterstützen die Attraktivität und das Image des Stadtteils nachhaltig zu verbessern. Diese nun vorliegende, sehr umfangreiche Bestandsaufnahme liefert eine hervorragende Basis, um Maßnahmen zielgerichtet zu entwickeln und umzusetzen. Wir wollen dabei die Aktivitäten von Pro Höchst zukünftig noch stärker verknüpfen mit den städtischen Aktionen. Über konkrete, aus den Umfrageergebnissen entstehende Aktivitäten seitens Pro Höchst werden wir kontinuierlich berichten.“

 

Umfrage unter 2.223 Einwohnern und Besuchern

Die Idee zu der Bürgerumfrage war dem Dekan der Provadis-Hochschule, Professor Hannes Utikal, auf der Suche nach praxisrelevanten Themen für die BWL-Vorlesungen gekommen. Sie wurde von 12 BWL-Studentinnen und -Studenten des 6. Semesters der Provadis-Hochschule von Mitte Juni bis Mitte August 2008 unter 2.223 Personen in und um Höchst durchgeführt. 563 der Befragten wohnten in Höchst, 1607 weitere wohnten in Frankfurt oder umliegenden Gemeinden. Auf sieben Seiten erhob der Fragebogen detaillierte Informationen zu Wünschen, Ansichten und Vorschlägen der Befragten. Der Fragebogen wurde in deutscher und in türkischer Sprache verteilt. Die Umfrage lief unter anderem auf dem Höchster Schlossfest, an den Toren des Industrieparks Höchst oder in der Fußgängerzone in der Königsteiner Straße. Außerdem lag der Fragebogen im Höchster Bolongaropalast sowie bei den Mitgliedern der Initiative Pro Höchst aus, die über Kundenräume verfügen. Teilnehmer konnten die Fragebögen zu Hause ausfüllen und dann bei der Ausgabestelle oder im Bolongaropalast wieder abgegeben. Auch die Rücksendung per Post war möglich. Die dritte Option, den Fragebogen zu beantworten, gab es im Internet. Unter http://www.pro-hoechst.de/ konnten Teilnehmer der Umfrage den Fragebogen direkt online ausfüllen. Unter allen Befragten werden als Dankeschön attraktive Preise verlost. Als Hauptpreis wartet ein Wellness-Wochenende im Lindner-Hotel in Speyer für zwei Personen. Die Ziehung der Gewinner erfolgt im November.

Die Initiative „Pro Höchst e.V.“ ist ein Zusammenschluss von Vertretern der Industrie, Wirtschaft, Lokalpolitik und Kultur sowie von Einzelmitgliedern. Die Mitglieder haben sich im Sommer 2006 zum Ziel gesetzt, das Image des Stadtteils Höchst nachhaltig zu verbessern. Dazu gehört, seine Attraktivität als Ausflugsziel wie auch als Lebensmittelpunkt bekannt zu machen. Weitere Informationen zur Initiative „Pro Höchst“, zum Stadtteil und seinen Menschen, sowie ein Verzeichnis aller Mitglieder gibt es im Internet unter http://www.pro-hoechst.de/.

Die Provadis School of International Management and Technology – University of Applied Sciences – ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule mit Sitz am Industriepark Höchst. An dieser Hochschule können Berufstätige Betriebswirtschaftslehre (Business Administration), Wirtschaftsinformatik (Business Information Management) und Chemieingenieurwesen (Chemical Engineering) studieren. Der Masterstudiengang Industrial Management startete im Frühjahr 2008. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.provadis-hochschule.de/.

Initiative Pro Höchst e.V.
Gebeschusstraße 64
65929 Frankfurt-Höchst

Name: Robert Woggon
Telefon: +49 69 305-7183
Telefax: +49 69 305-80025
Internet: www.pro-hoechst.de
Datum: 28. Oktober 2008

Oberbürgermeisterin Petra Roth bedankt sich bei Professor Hannes Utikal, Dekan der Provadis School of International Management & Technology, und seinen Studenten für die Durchführung der im Sommer 2008 durchgeführten Bürgerumfrage zum Image des Stadtteils Höchst, den die Initiative Pro Höchst in Auftrag gegeben hatte. Die Ergebnisse liegen nun vor und können unter anderem unter www.pro-hoechst.de abgerufen werden. Auf dem Foto: Sven Kiefer, Tamara Wirth, Lars Oestereich, Provadis-Dozentin Petra Sarwar, Oberbürgermeisterin Petra Roth, Professor Hannes Utikal, Mark Minn, Christina Fröhlich, Mevlida Velagic.