Höchst Sehenswert 2017

Einen Stadtteil entdecken

Höchst hat viele Facetten und zeichnet sich durch kulturelle Vielfalt aus. Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt den Stadtteil mit der Reihe "Höchst Sehenswert", die jährlich verändert besondere Aspekte unseres Stadtteils hervorhebt.

Einen Stadtteil entdecken

Höchst ist ständig im Wandel und zeichnet sich durch seine kulturelle Vielfalt aus. Die Justinuskirche, das Höchster Porzellanmuseum, das Kronberger Haus sowie der Bolongaropalast gehören zum Schönsten, was Frankfurt zu bieten hat. Das Neue Theater Höchst, der Schlosskeller mit seinen Musikveranstaltungen und das Programmkino „Filmforum Höchst“ der VHS sind weit über den Stadtteil hinaus bekannt. Alte Kunsthandwerkstradition lebt in den Arbeiten der Höchster Porzellan-Manufaktur und der TapetenManufactur Hembus weiter. Im Sommer gehören das Schlossfest, das Altstadtfest und der Höchster Orgelsommer zu den kulturellen Höhepunkten. Der Höchster Markt und der Weihnachtsmarkt ziehen Besucher aus ganz Frankfurt und dem Umland an. 

Höchst erneuert sich. Die umfassende Neugestaltung des öffentlichen Raumes rund um den Höchster Bahnhof schreitet weiter voran. Nachdem der nördliche Vorplatz bereits umgestaltet wurde, bekommt nun auch die südliche Bahnhofsumgebung ein neues Gesicht und eine neue, zentrale Bushalteanlage. 

Mitten in Höchst wurde Ende 2016 der Grundstein für Europas erste Passivhausklinik mit 666 Betten gelegt. Durch die Neustrukturierung des Klinikgeländes werden angrenzend an die nördliche Hospitalstraße Freiflächen entstehen, auf denen ein neues Wohngebiet mit hohem Qualitätsanspruch entwickelt werden soll. Auch das ehemalige Gelände der Justizvollzugsanstalt wird künftig neuen Wohnraum bieten. Auf dem Areal südlich der Hospitalstraße werden 107 Eigentumswohnungen mit einem großen, parkartigen Innenhof errichtet. 

Im März 2016 wurde mit der Beleuchtung der Justinuskirche die Illumination der Mainansicht abschließend umgesetzt. Damit wird die historisch bedeutsame Stadtsilhouette auch nachts in angemessener Weise hervorgehoben. Im Sinne des Rahmenplanes für Höchst wird zudem die Mainuferzone weiter aufgewertet und die Aufenthaltsqualität erhöht. In diesem Jahr beginnt die denkmalgerechte Sanierung und Umgestaltung des Bolongaropalastes. Die Illumination des Palastes wird hierbei an das Beleuchtungskonzept des Mainufers angepasst. 

Der Umbau der Bolongarostraße von Leverkuser Straße bis Zuckschwerdtstraße ist vorgesehen. Die Neugestaltung soll dazu beitragen, die Höchster Altstadt als denkmalgeschützte Gesamtanlage aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität zu steigern. 

Von Mai bis Oktober werden im Justinusgarten Pflanzen zu sehen sein, die Maria Sibylla Merian in ihren Aquarellen und handkolorierten Stichen gemalt hat. Mit der dazugehörigen kleinen Ausstellung im Antoniterturm möchte die Stadt die Bekanntheit der ältesten Kirche Frankfurts steigern.

Grußwort

„Höchst ist im Aufbruch! Die Attraktivität der Innenstadt nimmt deutlich zu. Der Umbau des Höchster Bahnhofs steht kurz vor dem Abschluss, während im Bolongaropalast die Bauarbeiten in diesem Frühsommer beginnen. Im Emmerich-Pavillon, dem schönsten Trausaal Deutschlands, kann wieder geheiratet werden. Der Bolongaropalast öffnet nach der Sanierung mit einem vielfältigen kulturellen Angebot für die Bürger seine Pforten. Auf dem Gelände des Klinikums und des ehemaligen Gefängnisses entstehen neue Wohneinheiten. Höchst sehenswert! Kommen Sie nach Höchst und machen Sie sich ein eigenes Bild.“

Peter Feldmann

Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt

Höchst Theatralisch

Kostüm-Führung

Was 2008 nur für ein Jahr geplant war, feiert in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum! Und inzwischen haben knapp 10.000 Menschen an den 62 öffentlichen Führungen teilgenommen! Die Protagonisten Silke Wustmann und Mario Gesiarz haben das Programm daher überarbeitet: Nach wie vor geht es bei den Zankereien zwischen "Mörtel-Gundi" und "Bären-Schorsch" natürlich um die Geschichte der seit 1355 selbstständigen Stadt Höchst am Main. Die Route wurde allerdings leicht verändert und neue Inhalte kamen hinzu; weiterer Konfliktstoff ist also vorprogrammiert. Aber keine Sorge: Auch auf diesem theatralischen Spaziergang geht es wieder sehr vergnüglich zu, und alle Besucher kommen auf ihre Kosten – ob „Wiederholungs-“ oder „Ersttäter“!

Maria Sibylla Merian

Pflanzen im Garten der Justinuskirche, Faksimile und Porzellan im Antoniterturm

Maria Sibylla Merian wurde am 2. April 1647 als Tochter des berühmten Buchdruckers und Verlegers Matthäus Merian des Älteren in Frankfurt am Main geboren. Sie starb am 17. Januar 1717 in Amsterdam. Als erster Mensch hat sie die Metamorphose der Falter umfassend untersucht und beschrieben und mit bildkünstlerischen Mitteln festgehalten. Die Künstlerin und Naturwissenschaftlerin verkaufte 1699 ihre Bildersammlung, um mit ihrer Tochter Dorothea Maria nach Surinam zu reisen. Dort erforschte sie tropische Insekten. Zu ihrem 300. Todestag sind im kleinen, weitgehend naturbelassenen Kräuter- und Blumengarten der Justinuskirche einige Blumen und Pflanzen aus ihren Bildern zu sehen. Im kleinen Antoniterturm der Justinuskirche können zur selben Zeit einige Faksimiles von Aquarellen und handkolorierten Stichen sowie eine Vitrine mit einigen Artefakten der Kollektion „Maria Sibylla Merian zwischen Frankfurt und Surinam“ der Höchster Porzellan-Manufaktur besichtigt werden. Vom 11. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018 zeigt das Städel die Ausstellung des Berliner Kupferstichkabinetts „Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes“.

Höchst Handwerklich

TapetenManufactur Hembus

Kann eine Tapete Kunstgeschichte schreiben? – Und ob! Tapeten sind die Botschafter der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Von kalkgetränkten Lehmwänden über Tapisserien und Leder bis zu modernen Papiertapeten begleitet die Tapete die Architekturepochen in deren Innengestaltung. Historische Tapeten sind ein kostbares Gut, will man alte Gebäude authentisch wieder herrichten. Die 1894 gegründete Firma Julius Hembus zählt zu den wenigen Spezialisten für die Rekonstruierung und Herstellung von Tapeten und Fassaden. In Frankfurt wirkte sie bei der Sanierung des Doms, der Alten Oper und zuletzt der Villa Metzler mit. Auch bei vielen Filmen, wie beispielsweise „Heidi“, wurden die Tapeten von Hembus entworfen und geliefert. Nach einer Einführung in die Geschichte und der Vorführung besonders schöner Stücke aus der unternehmenseigenen Kollektion kann die Werkstatt besichtigt werden.

Höchst Käuflich

Führung

Klassisches Handwerk, formvollendetes Kunsthandwerk, Weinhandlung und Patisserie, lebendige Marktkultur und vielseitige Gastronomie: dies alles findet sich in Höchst, teils mit alter Tradition, teils mit jungem Elan. Mikael GB Horstmann klopft auf diesem Einkaufsspaziergang mit seinen Gästen an unbekannte oder unbeachtete Laden-, Restaurant- und Werkstatttüren.