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Höchst Inside

Höchst ist mehr als nur ein Industriestandort im Frankfurter Westen. Mit seinen unterschiedlichen Facetten verbindet es die Vorzüge einer Metropole mit dem Ambiente einer Kleinstadt. Höchst zeigt sich malerisch in der gut erhaltenen, historischen Altstadt mit sehenswerten Prunkbauten und einer vielfältigen Fachwerkarchitektur. Höchst liegt am Fluss und bietet attraktive Grünzonen in Fülle, die mit Spielplätzen, Open-air- Gastronomie und Fahrradwegen aufwarten. Und in Höchst ist bei interessanten Kulturveranstaltungen von Jazz bis Theater immer was los.

Höchst pittoresk

Die Fachwerkhäuser am Burggraben stammen aus der Zeit nach dem großen Stadtbrand 1586. Vom BURGGRABEN aus schaut der Betrachter auf die Nordfront des Schlosses. Die Straße Burggraben mit ihrem romantischen Pflaster und historischen Straßenlaternen hat ihren Namen vom unmittelbar hinter der mit Efeu bewachsenen Mauer verlaufenden ehemaligen WASSERGRABEN, der das Schloss umgab und ihm Schutz gewährte. Von der Mauerkrone aus gemessen liegt der Boden des Grabens etwa 10 Meter tiefer. Er ist heute eine Grünanlage mit Spielplatz. Außerdem besitzt Höchst mit seiner STADTMAUER aus dem 14. und 15. Jahrhundert eine bau- und kunstgeschichtlich überregional bedeutende Befestigungsanlage. Seit 2004 werden östlich des Ochsenturmes von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in fachlicher Abstimmung mit dem städtischen Denkmalamt abschnittsweise Sanierungsarbeiten durchgeführt. Während ein Großteil des mittelalterlichen Verfugungsmaterials erhalten ist, bleiben die durch eine baugeschichtliche Voruntersuchung dokumentierten interessanten Befunde (zu Bauabschnitten, Schießscharten, mittelalterlichen Gerüstlöchern, Steinmetzzeichen etc.) auch nach der partiellen Neuverfugung "lesbar".

Burggraben
© Maik Reuß

Höchst ahoi!

Durch das mittelalterliche Höchster Maintor erreicht man das Flussufer, von wo die Besucher mit FRANKFURTS EINZIGER FÄHRE zum Schwanheimer Ufer fahren und das Naturschutzgebiet "Schwanheimer Düne" erkunden können. Die Fahrt über den Main mit der NEUEN FÄHRE WALTER KOLB ist ein richtiges Vergnügen, und die Historie der Fährverbindung, die bis ins Jahr 1623 dokumentiert ist, nicht minder spannend. Der Fährmann Jost Ferg zahlte sieben Gulden an den Landgrafen von Hessen-Kassel für das Recht, in Höchst eine Fähre zu betreiben. Heute setzt man wie zu alten Zeiten von Höchst nach Schwanheim über oder kann die Mainfähre nach Feierabend (ab 19 Uhr) auch für private Feiern mieten und schippert dann mit der Gästeschar entweder zum Frankfurter Osthafen oder nach Flörsheim - Catering auf Wunsch inklusive.

 

Mainufer
Telefon: 069 303486

Schwäne
© Maik Reuß

Höchst romantisch

Das umgestaltete Höchster Mainufer hat eine neue Attraktion. Lizza und Frank Wellert, bekannt als Wirte vom "Bären" am Höchster Schlossplatz, haben den jüngsten Sommergarten am Mainufer eröffnet - Die SCHIFFSMELDESTELLE. Liegestühle und Sonnenschirme laden zum Entspannen ein. Während die Großen ausspannen, können die Kleinen auf den benachbarten Spielplätzen toben. Im Ausschankwagen an der Schiffsmeldestelle gibt es Cocktails, Drinks und kleine Snacks wie Brezeln und Panini. Abends werden Fackeln angezündet, die sich im Fluss spiegeln - dann fühlt man sich wie am Meer. Höchst lebt am Fluss!

 

http://www.schiffsmeldestelle.eu/
http://www.zumbaeren.net/
http://www.die-tanzschule.de/

Schiffsmeldestelle
© Maik Reuß

Höchst jazzt

JAZZ WORKS nennt sich eine Jazz-Reihe im Keller eines ehemaligen Manufakturgebäudes in der Bolongarostr. 97. Das Catering-Unternehmen Cine Cucina von Paolo Kaufmann versorgt schon seit längerem - nomen est omen - Crews bei Filmaufnahmen mit Essen. Jetzt hat Paolo Kaufmann Räume geschaffen, um seiner ganz persönlichen Leidenschaft, dem Jazz, einen Ort zu geben. Kaum zu glauben, aber sechs Mal im Jahr treten so famose Musiker wie Michael Sagmeister, Charly Mariono und Trilog Gurtu in dieser für viele unbekannten Ecke von Höchst auf. Außerdem: Kochkurse, Räume für Geburtstage, Hochzeitsfeiern etc.

 

Paolo Kaufmann
Bolongarostr. 97
Telefon: 069 33091880
http://www.cinecucina.de/

Höchst setzt über

Den Stadtwald kennt jeder. Den Palmengarten auch. Dass es in Frankfurt auch Dünen gibt, wissen die wenigsten. Im Südwesten Frankfurts, im Schwanheimer Unterfeld, liegt die SCHWANHEIMER DÜNE. Am Höchster Mainufer nimmt man die einzige Personenfähre Frankfurts (1 € mit Fahrrad) und setzt aufs Schwanheimer Ufer über. Hier hält man sich zuerst geradeaus (vorbei an den beeindruckenden Booten von BOOTSBAU SPEECK) Rechts davon sind die HÖCHSTER BOGENSCHÜTZEN am Werk. Am Clubhaus der Angler und ihrem schönen Gelände (ehemalige Kiesgrube) wieder rechts, dem Weg folgen und dann links. Nach ca. 100 Metern steht man am Beginn des Bohlenweges, der seit 1999 durch das Naturschutzgebiet führt. Besucher können auf diese Weise die Natur genießen, ohne die sensible Tier- und Pflanzenwelt zu beeinträchtigen. An besonderen Punkten sind Erläuterungstafeln angebracht.

Höchster Fähre
© Stadtplanungsamt Frankfurt a.M.

Höchst traut sich

Das seit 1960 im GARTENPAVILLON DES BOLONGAROPALASTES untergebrachte STANDESAMT zählt zu den romantischsten Hochzeitsorten in Frankfurt. Kürzlich wurde das ehemalige Jagdschlösschen - 1770 bis 1780 am Hochufer des Main errichtet - aufwändig saniert. Im historischen Trausaal wurden sämtliche Wandflächen mit Stuck und Stuckmarmor gereinigt und restauriert, ebenso die figürliche Deckenmalerei des kleinen Rokokosaales. Die Parkettböden des Standesamtes wurden überarbeitet, Eingangshalle und Windfang renoviert. Sitzplätze gibt's für 15 Gäste sowie 15 Stehplätze.

 

Standesamt, Standesamtsbezirk Höchst
Seilerbahn 2
Telefon: 069 21273501 - Bezirk Mitte
Telefon: 069 21245570 - Bezirk Höchst

Höchster Standesamt
© Maik Reuß

Höchster Erlebnismanufaktur

In der ersten ERLEBNISMANUFAKTUR weltweit haben Besucher die Gelegenheit, den Entstehungsprozess des Höchster Porzellans live - von der Herstellung der Porzellanmasse über das Modellieren kunstvoller Figuren bis hin zur aufwändigen Handmalerei - mitzuerleben. Wer eines der exzellenten Stücke erwerben will, wird im attraktiven Manufaktur-Direktverkauf fündig.

 

Höchster Porzellan-Manufaktur GmbH
Palleskestr. 32
65929 Frankfurt/M. Höchst
Telefon: 069 3009020
info(at)hoechster-porzellan.de
www.hoechster-porzellan.de

Erlebnismanufaktur in Höchst
© Maik Reuß

Höchster Tor zum Fluss

Das MAINTOR bildet den Zugang zur Stadt vom Fluss her. Im mittelalterlichen Mauerwerk zu sehen: die Hochwassermarken aus mehreren Jahrhunderten. Daneben in westlicher Richtung die ISENBURGER BASTION, eine Zwingermauer aus dem 15. Jahrhundert, im Gegensatz zur östlich anschließenden Stadtmauer aus Sandstein gebaut, mit einem gut erhaltenen Fries und dem Wappen des Mainzer Erzbischofs Diether von Ysenburg.

Höchster Maintor
© Stadtplanungsamt Frankfurt a.M.

Michael- / McNair-Kasernen

Die im Norden des Frankfurter Stadtteil Höchst gelegene Kaserne ist aufgrund ihrer Bedeutung für die Höchster Stadtbaugeschichte als Kulturdenkmal in die Denkmaltopographie der Stadt Frankfurt aufgenommen worden. Seit der Erbauung in den 20er Jahren wurde die Kaserne bis 1992 militärisch genutzt. Erst mit dem Abzug der US-Armee wurde eine umfassende Nutzungsänderung möglich.

 

Die KEG (Konversationsgesellschaft Frankfurt) entwickelte gemeinsam mit der Stadt und den Investoren die in einem städtebaulichen Wettbewerb von 1993 erarbeiteten Vorschläge für die Entwicklung der Fläche weiter. Die Umnutzung durch einen Mix aus gewerblichen Nutzungen, sozialen Einrichtungen und Wohnungsbau wurde beschlossen. Mehrere Investoren errichteten mehr als 600 öffentlich geförderte Wohnungen und 250 Einfamilienhäuser.

 

Auf diese Weise wurde nicht nur ein Baudenkmal erhalten, Wohnungen, Läden, Büros und soziale Einrichtungen geschaffen, sondern es ist auch die behutsame Wiedereingliederung der Kaserne in das Höchster Stadtgefüge gelungen.

 

Wegebeziehungen von Ost nach West und von Nord nach Süd laden ein, das Areal zu erkunden.

McNair
© KEG Frankfurt
McNair
© KEG Frankfurt