Langjähriger Chefarzt in den Ruhestand getreten
Langjähriger Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie nach verdienstvollen Jahren am Klinikum Frankfurt Höchst in den Ruhestand getreten
Frankfurt a.M. Prof. Dr. med. Johannes Koltai, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst, ist im Juli dieses Jahres in seinen wohlverdienten Ruhestand getreten. Seine Nachfolge übernimmt Dr. med. Alexandra Weltzien, bisher leitende Oberärztin der Kinderchirurgie an der Universitätsklinik Mainz.
Zwanzig Jahre lang hat Prof. Koltai die kinderchirurgische Klinik geleitet und sie zur größten kinderchirurgischen Abteilung im Rhein-Main-Gebiet ausgebaut. Aufgrund des breiten Spektrums an Operationen, das nicht nur die Bauchchirurgie, sondern sowohl thorax- und gefäßchirurgische Eingriffe als auch die gesamte Kindertraumatologie umfasst, hat Prof. Koltai in den Jahren viele jüngere Kinderchirurgen an seiner Klinik umfangreich ausbilden können, die heute selbst in leitender Position tätig sind.
Prof. Koltai wurde in Ungarn geboren und hat seine Ausbildung in der Allgemeinchirurgie und Kinderchirurgie in den 70er Jahren unter anderem an den Universitätskliniken Pecs (Ungarn), Innsbruck (Österreich) und Mainz absolviert. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit waren klinische und tierexperimentelle Studien zur Weiterentwicklung der chirurgischen Behandlung angeborener Störungen des Enddarms und der Stuhlkontinenz. Nach seiner Habilitation 1984 wurde er 1986 an der Universität Mainz zum Professor auf Lebenszeit ernannt und vier Jahre später als Chefarzt nach Frankfurt-Höchst berufen. Unter seiner neuen Leitung konnte am Klinikum Frankfurt-Höchst erstmals die gesamte Fehlbildungschirurgie in Zusammenarbeit mit der Geburtshilfe und Pädiatrie aufgebaut werden, die zum Ausbau eines der größten Perinatalzentren in Hessen für Risikogeburten wesentlich beigetragen hat. Im Rahmen der engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit den Kliniken Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie, Kinderurologie, Kinderorthopädie, HNO-Krankheiten und Augenheilkunde bildet die Kinderchirurgie ein wichtiges Zentrum für schwerstverletzte Kinder. In der Notfallambulanz und der kinderchirurgischen Sprechstunde werden mit jährlich etwa 6000 Patienten zudem viele ambulante Fälle mit kleineren Verletzungen und Brüchen erfolgreich, einfühlsam und kindgerecht behandelt.
Prof. Koltai war in den vergangenen Jahren Präsident nationaler kinderchirurgischer Kongresse und langjähriger Vorsitzender des Fördervereins der Kinderchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst. In seinem Ruhestand freut sich der mehrfache Familienvater, nun etwas mehr Zeit für sportliche Aktivitäten und die Literatur zu haben, die ihm in den vergangenen Jahren oft fehlte.
Vor allem aber sein Ruf als herausragender Fachmann auf dem Gebiet der Kinderchirurgie und als mitfühlender Arzt und Mensch haben ihm im Kollegenkreis und insbesondere bei seinen Patienten sowie deren Eltern hohe Achtung eingebracht. Im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen werden in der kommenden Woche Dr. Manuela Rottmann als zuständige Dezernentin der Stadt Frankfurt und die Geschäftsleitung Prof. Koltai nochmals ihren Dank für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit ausdrücken.
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und
Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 17 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. 2.200 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet.
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Klinikum Frankfurt Höchst
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Datum: 06. August 2010




