Ich und mein Höchst
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... weil es hier so bunt ist. Alles andere ist langweilig.
Ich habe lange Zeit in Berlin gewohnt und bin beruflich in die Nähe von Höchst gezogen, da die Ecke verkehrsgünstig liegt und trotzdem viel Grün bietet. Was hier in Höchst abläuft, lässt sich mir nicht mehr erklären. Dieser Stadtteil beinhaltet meiner Meinung nach einer der schönsten Ecken Frankfurts - Mainofer, Schloss, Alt-Höchst - das ist Kultur, das ist Idylle. Architekturmäßig hat Höchst doch wesentlich mehr zu bieten als der Frankfurer Durchschnitt - prachtvolle STraßen, Villen usw.
Und doch werde ich mit dem Stadtteil nicht warm und bin recht froh, hier in einigen Jahren wieder weg zu sein? Warum? Frankfurt ist ein tolles Beispiel für eine gescheiterte Integrationspolitik und Höchst setzt dem die Krone auf. Als Berliner bin ich ja soeiniges gewohnt, aber was hier in Frankfurt abläuft, ist nicht mehr zu verstehen.
Es geht mir dabei in Bezug auf Höchst nicht nur um das miese Bahnhofsviertel, teils heruntergekommene Gegenden - die gibt es ja überall - es geht mir darum, dass ich mich als Mensch, der der deutschen Sprache mächtig ist - täglich als Minderheit fühle, dass man hier angeböbelt wird, dass man sich hier nach der Kultur einiger türkischer Mitmenschen richten muss.
Was hier in Höchst, aber im Prinzip auch in ganz Frankfurt passiert, ist der Anfang einer Entwicklung, dessen negative Folgen wir in keinster Weise abschätzen können. Warum mögen 90% aller Rhein-Main-Bewohner Frankfurt nicht? Weil es hier keine angenehmen WOhnecken gibt? DIe gibt es mit Sicherheit. Frankfurt verkommt mehr und mehr zu einem Ghetto, die Segregation ist in vollem Gange.Spätestens, wenn der letzte Deutsche im Taunus wohnt und der Immigrantenanteil 90% beträgt, wenn der soziale Konfliktstoff explodiert, dann nützt weder ein Europaviertel, noch ein MyZeil.
Ich frage mich, wann Frau Roth endlich damit beginnt, Grundsatzprobleme zu lösen - das, und nur das hat Frankfurt (und insbesondere Höchst!) nötig!
Ohne Zweifel unterstütze ich die Meinungen das viel mehr soziale Projekte starten müssten, aber ein schöner, sauberer und grüner Stadtteil in dem Menschen Lebensqualität spüren hilft sehr. Mit dem neuen Mainufer wurde zum Beispiel eine durch Parkplätze degradierte Zone zurückgewonnen.
- Die Bahnhofszone hätte städtebaulich gesehen ein enormes Potential. Momentan ist der Bahnhof eine kleine nicht zeitgemässe, vewahrloste Halle in der es noch nicht mal Platz zum sitzen gibt und in der es kalt ist, weil sie halboffen mit der langen Gleis Passage verbunden ist. Soviele Gleise brauchen wir aber in heutigen Zeiten nicht mehr und das heisst das man viele Gleise abreissen könnte. Dadurch würde grosse freie Fläche frei werden, die es möglich macht eine grössere Bahnhofshalle und eine kleinere Gleis Passage zu haben. Die Halle könnte dadurch als beheiztes und von der verkleinerten Gleispassage abgetrennten Gebäude in eine angenehme Wartezone verwandeln, in der Reisende ihre Wartezeit verbringen können, bevor sie raus auf die kalte Gleispassage gehen. Sitzzonen und integrierte Gastronomiebetriebe in der man auch mal beim Sitzen ein Café trinken oder was essen kann, würden den Besucher, Pendlern und Bürgern eine vollkommen andere Wahrnehmung von dieser höchst degradierten Zone geben.
Und noch was: Wie kann es sein das der Busbahnhof einige hundert Meter von der Bahnhofshalle entfernt ist, anstatt sich direkt von der Bahnhofshalle zu befinden? Und warum kein Parkhaus am Bahhof?
- Die Idee die hier jemand hatte die Einkaufszone Königsteinerstrasse in eine glasüberdachte Galerie zu verwandeln, finde ich toll und macht städtebaulich was her, denn eine Einkaufgalerie ist immer ein Hingucker und bietet auch bei schlechten Wetter die Möglichkeit den Tag dort zu verbringen.
Höchst muss menschlicher, schöner und praktischer werden.
Mitmachen kann jeder in Höchst auf vielfältige Weise. Wir vom Blasorchester Höchst laden zum Mitmusizieren ein und haben das Ziel, ein richtig großes Orchester für Höchst zu schaffen. Das Foto zeigt das Orchester in der Besetzung vom Marathon 2009. Beim Weihnachstmarkt werden wir vorweihnachtliche Bläsermusik darbieten. Schön wäre es, weitere Verstärkung zu erhalten. Höchst muss auch musikalisch lebendig bleiben.
www.blasorchesterhoechst.de
Ich bin pro Höchst, obwohl...
... ich seit 15 Jahren mein Fahrrad mangels Fahrradrampe 2x täglich die Bahnhofstreppe rauf- bzw. runterschleppen muss und davon schon gesundheitl. Schäden habe,
... die Geschäftstüren in der Königsteiner Str. trotz Klimakatastrophe auch im Winter weit offen stehen und neuerdings zusätzlich die Klimaerwärmung in verantwortungsloser Weise mittels draußen stehender Heizstrahler beschleunigt wird,
... die Mitarbeiter gewisser Ämter in Höchst (z.B. Finanzamt) anscheinend nicht in freundlicher Kommunikation geschult werden und ich mir bei jedem Anruf dort wie eine Steuersünderin behandelt vorkomme,
und weil...
... ich an die Lernfähigkeit aller Menschen glaube und Höchst trotz allem SEHR viele Vorzüge hat...!! :-)
Hallo ,in regelmäßigen Abständen besuche ich diese Website. Und stelle fest ,daß es doch noch einige richtige echte Höchster in Höchst gibt. Es wäre doch schön einmal alte Erinnerungen in einem Gespräch aufzufrischen. Zum Beispiel könnte man sich einmal zu einem Kaffee beim Schlott auf dem Boot treffen.
MFG Helmut
Ich bin gebürtige Höchsterin (1953) und wohne in Unterliederbach. Die Veränderungen, die sich in Höchst vollziehen, finde ich seit einigen Jahren äußerst spannend und positiv. Natürlich kann man über den Niedergang der Hoechst AG und den hohen Anteil an ausländischen Mitbürgern jammern und deshalb alles schlecht machen und verdammen. Aber Höchst hat eine wunderschöne Altstadt, einen lebendigen Wochenmarkt, viele Kulturangebote und es tut sich doch ganz viel. Vielleicht nicht in dem Tempo, in dem man das gerne hätte (siehe Bahnhof), aber alles braucht seine Zeit. Gerade habe ich Fotos an der Baustelle Andreasplatz gemacht und bin sehr gespannt, wie sich dieser Bezirk weiterentwickelt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Heinze
www.mainzauber.de
Sehr geehrter Höchster Bürger,
gerne können Sie sich, wenn Sie sich für Höchst engagieren oder einfach Ideen loswerden wollen, gerne an den Quartiersmanager Jörg Koschutjak wenden.
Das Quartiersbüro ist in der Bolongarostrasse 135 untergebracht. Der Quartiersmanager ist Dienstag von 15-18 Uhr vor Ort sowie Mittwoch von 9-18 Uhr. Gerne können auch individuelle Termine vereinbart werden.
Am besten erreichen Sie mich unter 0162-9269370
oder unter mandie@quartiersmanager.de
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia enthält in ihrer deutschsprachigen Version eine Vielzahl Artikel, die mit Höchst in Zusammenhang stehen und über den Stadtteil, seine Geschichte und seine Besonderheiten informieren.
de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Frankfurt-H%C3%B6chst
Viel Spaß beim lesen...
Ich wohne erst seit ein paar Jahren in Höchst und kenne das Höchst von früher nicht. Seitdem ich hier lebe wurde das Mainufer neu gestaltet und einige Häuser in der Altstadt und auch sonst in Höchst wurden restauriert. Das Hertie wird nun abgerissen und es entsteht auch dort was Neues. Ich hoffe sehr, daß sich in dem neuen Hertie-Gebäude Geschäfte mit Qualität wiederfinden und daß das dann auch überschwappt auf die Königsteiner Strasse!! Wenn Qualität angeboten wird kommen auch wieder Menschen nach Höchst, die sowas suchen, momentan ist das ja eher nicht der Fall.
Um Höchst wieder attraktiver zu machen müssen einige Dinge noch zusätzlich passieren:
- die Renovierung des Bahnhofs (eine echte Schande, was für ein Aushängeschild!!)
- die Verkehrsberuhigung der Bolongarostrasse und diese mit Kopfsteinpflaster versehen damit die Altstadt nicht optisch geteilt ist! Dadurch würde die Altstadt sehr aufgewertet werden und sicherlich würden sich dort auch nette Geschäfte/Cafés ansiedeln.
- Höchster Markt: kann der nicht länger offen sein?
vor allem Samstags? Warum kann man dort nicht
nach dem Einkauf noch ein Glas Wein oder was auch immer im sitzen trinken? Warum werden Klamotten-Stände zugelassen? Passt doch gar nicht hin! Die "Markt-Macher" können ja mal an die Konstabler Wache am Samstag fahren und sich das Angebot dort mal anschauen, wenn es an Ideen mangelt.
Und ganz wichtig: Die Straßenreinigung in ganz Höchst lässt zu wünschen übrig (wo Dreck liegt, kommt mehr dazu!) und für die vielen Jugendlichen in Höchst fehlt wohl offensichtlich ein attraktives Angebot wie ein Treffpunkt/Jugenhaus oder sowas. Da sollten sich die Komunalpolitiker mal drum kümmern!
Ich lebe jetzt schon gerne in Höchst, auch gerade weil hier "multi-kulti" ist, und möchte das auch weiterhin, deshalb werde ich auch immer wieder meinen persönlichen Beitrag dazu leisten!


