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Höchst Sehenswert

Mit Führungen einen Stadtteil entdecken

 

Höchst und die Chemie wurden lange Jahre in einem Atemzug genannt. Und tatsächlich war der Stadtteil von 1863 bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts von der chemischen Industrie geprägt. Seine vielen Sehenswürdigkeiten blieben weitgehend unbeachtet. Heute zeigt Höchst sich malerisch mit seiner gut erhaltenen Altstadt, seinen Prunkbauten und seiner denkmalgeschützten Fachwerkarchitektur. Auf dem lauschigen Platz vor dem alten Schloss wimmelt es im Sommer von Radlern. Sie kommen auf gut ausgebauten Fahrradwegen entlang des Mainufers, denn Höchst liegt idyllisch am Fluss.

 

Vom Charakter des Mains, seinen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte und seinem Einfluss auf die Stadt Höchst erfahren die Teilnehmer der Veranstaltung „Höchst schiffbar“ auf einer gemütlichen Fahrt mit der Fähre „Walter Kolb“.

 

Zu den kulturhistorischen Schätzen gehören die Justinuskirche, eine um 850 geweihte frühromanische Basilika, und der barocke Bolongaropalast. Seine prunkvollen Räume, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben, werden während einer Führung geöffnet. Theater und Cineasten schätzen den Stadtteil Höchst wegen des „Neuen Theaters“ mit seinem anspruchsvollen Kleinkunstprogramms, das „Filmtheater Höchst“ wegen seiner ausgefallen Filmreihen und internationalen Festivals.

 

Im Höchster Norden ist das „Filmtheater Valentin“ für sein Arthouse-Programm bekannt. Hier können Sie während einer Führung hinter die Kulissen schauen.

Höchst Versteckt

Den Tabakfabrikanten Joseph und Jakob Bolongaro aus Stresa am Lago Maggiore verdankt Höchst den eleganten barocken Prachtbau mit seinem romantischen Terrassengarten über dem Main. Außer dem repräsentativen Treppenhaus oder den Amtszimmern des heutigen Rathauses bleiben die Räume des Bolongaropalastes der Öffentlichkeit normalerweise verborgen.
Die Historikerin Silke Wustmann öffnet während ihrer Führung viele Säle mit prunkvoller Einrichtung, Deckengemälden, Seidentapeten und Stuckdecken.

Freitag, 16. April, Mittwoch, 21. April, Mittwoch, 12. Mai, Mittwoch, 16. Juni, Mittwoch, 1. September, Mittwoch, 6. Oktober

Beginn: 18 Uhr, Dauer: ca. 1,5 Stunden

Treffpunkt: Foyer des Bolongaropalastes, Bolongarostraße 109 

Der Eintritt ist frei.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldung und weitere Informationen bei Silke Wustmann, Telefon 069 7896423, E-Mail: silke.wustmann(at)arcor.de

Höchst Veränderlich

Im Mittelpunkt der Führung steht die 7000-jährige Geschichte des heutigen Lindenviertels. Mit der Historikerin Silke Wustmann verfolgen Sie seine Entwicklung von der Jungsteinzeit bis zum modernen Wohnquartier auf dem Gelände der ehemaligen McNair-Kaserne.


Im Anschluss besuchen Sie das Filmtheater Valentin, das sich in den denkmalgeschützten Räumen des ehemaligen Kinos der US-Armee befindet.

Dienstag, 11. Mai, Dienstag, 18. Juni, Mittwoch, 15. September, Donnerstag, 14. Oktober
Beginn: 18 Uhr, Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: Sossenheimer Weg Ecke Windthorststraße, gegenüber dem Haupteingang des Friedhofs Höchst
ÖPNV: Buslinien 50, 57, 58, Haltestelle „Höchster Friedhof“
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Höchst Theatralisch - Kostümführung

Schlossgeist Gudula und Schorsch der Bärenwirt sind echte Höchster Originale. Verkörpert werden sie von Silke Wustmann und Mario Gesiarz vom Frankfurter Mundart-Theater Rezi*Babbel.


Der Spaziergang mit ihnen durch das alte Höchst ist äußerst vergnüglich.

Jeweils sonntags, 25. April, 30. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 29. August, 19. September, 17. Oktober
Beginn: 11 Uhr, Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: Brunnen auf dem Höchster Schlossplatz
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Höchst Schiffbar

Dass auch Flüsse eine Persönlichkeit haben, erläutert der Wasserbauingenieur Dr. Jens Wyrwa auf der Fahrt mit der Fähre „Walter Kolb“ zwischen Sindlingen und Griesheim. Er beschreibt wie der Main in den vergangenen zwei Jahrhunderten seinen Charakter und sein Aussehen veränderte und welchen Einfluss er auf die Stadt Höchst hatte. Versunkenes und Verborgenes wird vom Grund der Geschichte gehoben und lässt ein Bild des „alten“ Flusses erahnen.

Dienstag, 6. Juli und Dienstag, 3. August
Beginn: 18:30 Uhr
Treffpunkt: am Fähranleger in Höchst („Batterie“)
Der Unkostenbeitrag pro Teilnehmer beträgt 15 Euro.

 

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.
6. Juli – Anmeldung bei Beate Collin Telefon: 069 212-48688
E-Mail: beate.collin(at)stadt-frankfurt.de

 

3. August – Anmeldung bei Dr. Jens Wyrwa Telefon: 069 94508998
E-Mail: wyrwa(at)wasserundumwelt.de

 

Die Teilnehmer werden gebeten, Regenbekleidung mitzubringen, weil die Fähre nicht vollständig regendicht ist.

Höchster Fähre
© Opak, Frankfurt
Bolongaropalast
© Opak, Frankfurt
Lindenviertel
© Opak, Frankfurt
Höchst alt
© Opak, Frankfurt
Höchst am Main
© Opak, Frankfurt